Pressemeldung

Acht Workshops, ein Ziel: Demokratie stärken

2. Demokratiekonferenz in Bensheim / „Für Integration, gegen Extremismus“

Demokratie ist die Grundlage unseres Zusammenlebens. Sie lebt an vielen Orten: Im deutschen Bundestag, im hessischen Landtag, der Bensheimer Stadtverordnetenversammlung, den Ortsbeiräten. „Demokratie beginnt aber noch früher – wenn Menschen füreinander Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen“, sagte die Bensheimer Bürgermeisterin Christine Klein bei der 2. Demokratiekonferenz der „Partnerschaft für Demokratie Bensheim“. Die Bürgermeisterin betonte: „Wir leben Demokratie im Ehrenamt, in unseren Vereinen, Schulen, in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Nachbarschaft und in der Familie, in den vielen kleinen und großen, langen und kurzen Begegnungen unseres Alltags.“

Christine Klein ist eine starke Förderin der „Partnerschaft für Demokratie Bensheim“. Bereits im zweiten Jahr werden demokratiefördernde Projekte Bensheimer Vereine, Initiativen und Schulen aus einem Topf unterstützt – gespeist mit 140 000 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“, 12 000 Euro aus dem Landesprogramm „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ sowie einem Eigenanteil der Stadt Bensheim. Die Stadt stellt neben den finanziellen Mitteln mit der Besetzung des Federführenden Amtes auch Personalressourcen zur Verfügung. Gemeinsam mit der Koordinierungs- und Fachstelle, angesiedelt beim Caritasverband Darmstadt, organisiert das Federführende Amt die lokale „Partnerschaft für Demokratie“.

Bensheim bewirbt sich auch für 2027 um die Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Das hat der Magistrat der Stadt Bensheim vor wenigen Tagen beschlossen. „Wir wollen die sehr gute und erfolgreiche Arbeit vor Ort fortsetzen“, sagte Bürgermeisterin Christine Klein zum Auftakt der Demokratiekonferenz in den Räumen des Goethe Gymnasiums Bensheim. „Diese Konferenz bietet die Chance, friedliche Strategien gegen Hass und gegen Gewalt und für die Stärkung der Demokratie zu entwickeln.“ Die zwei Förderprogramme von Bund und Land unterstützen demokratiestärkende Maßnahmen, richten sich ausdrücklich gegen Extremismus, gleich ob von rechts oder links, fördern Vernetzungsarbeit auf lokaler Ebene, Aufklärung über Gefahren für die Demokratie und vermitteln Strategien zu ihrem Schutz und Erhalt ihrer Werte. „Demokratie bedeutet Integration. Extremismus bedeutet Ausgrenzung. Wer Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und die Gleichwertigkeit aller Menschen angreift, dem treten wir gemeinsam und geschlossen entgegen“, sagte Bürgermeisterin Christine Klein

Entsprechend waren auch die acht Workshops der 2. Demokratiekonferenz gestaltet. In den Arbeitsgruppen wurde thematisiert, was Bürgermeisterin Klein zuvor bereits hervorhob: „Gerade in diesen Zeiten wird deutlich, wie wertvoll und zugleich wie verletzlich unsere Demokratie ist. Gezielt werden immer mehr Desinformationen verbreitet. Extremistische Kräfte versuchen, gesellschaftliche Unsicherheiten für ihre Zwecke zu nutzen.“

Mit dem Workshop-Angebot setzte die „Partnerschaft für Demokratie“ bei der 2. Demokratiekonferenz ein neues Format um. Nach einer kontroversen Podiumsdiskussion im ersten Jahr erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesmal in Kleingruppen wie „Fake News“, „Radikalisierungsprävention“, „Rechte Codes, Symboliken und Marken“ oder auch „Kinder- und Jugendrechte“ fachkundigen Input und direkten Zugang zu den Themen. Für das Format mit unmittelbarem Nutzen und Handlungsempfehlungen zur Stärkung von Demokratie gab es viel Lob. Ganz im Sinne der Ausführungen der Bürgermeisterin: „Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie braucht unsere Aufmerksamkeit, unsere Beteiligung und manchmal auch unseren Mut. Aber sie ist jede Anstrengung wert.“

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